Aurora – tre frammenti per il pianoforte
Esposizione, das erste Klavierstück des Zyklus stellt die Kreiszahl p auf mehreren musikalischen Ebenen dar. Tonhöhenverläufe wie rhythmische Strukturen folgen ihr – im übergeordneten Formschema fest verwoben wird sie zur alles umspannenden Klammer. Das Gefüge von exorbitanter Virtuosität und ausbalancierten Klängen fordert den Interpreten heraus, sich an der Quadratur des Kreises zu versuchen.

Aurora zeichnet eine Welt des Anbruchs. Aus zarten Pastelltönen entfaltet sich eine immer dichter werdende Farbenwolke, deren Regen sich poetisch und rauschend über die Tasten ergießt. Das Stück, das gleichsam an der Schwelle zwischen Tag und Nacht steht, bildet als lyrischer Mittelteil den Kern des Zyklus.

Das abschließende Via Ostiense führt die Trilogie an einen Endpunkt und den Pianisten in mehrerer Hinsicht an die Grenzen dessen, was auf dem Instrument erzielt werden kann. Der Name erschließt sich aus dieser Reise hin zum Grenzenlosen. Die Via Ostiensis verlief vom antiken Rom bis nach Ostia – ans Meer.