al di là della tinta

Über das Werk

al di là della tinta «jenseits der Farbe» liegt das Übermalte brach – das verdrängte Alte, jener längst aus einer Mode gekommene neueste Schrei – welchem man mit den Tinkturen der eigenen Zeit neuen Anstrich verlieh. In all seiner archaischen Schönheit schimmert es durch, wo der Verputz bröckelt und Fenster auftut aus welchen der ins Fundament gemauerte vergangene Zeitgeist fahl hervorspukt.

Als fragile Näherung an Weberns III. Bagatelle aus dessen Opus 9 beleuchtet al di là della tinta einzelne musikalische Momente in Weberns Quartettsatz: Gesten innersten Aufschreis, die Unruhe des Pendels, das «Verlöschen». Die Komposition, als pastellfarbene Schicht aufs Papier erflossen, mimt hierdurch die Interpretation ihrer Malgrundlage zugleich und ist doch grundverschieden.

Besetzung

2 Flöten
Klarinette in Bb
Bassklarinette in Bb
Altsaxophon in Eb
Baritonsaxophon in Eb
Posaune
Celesta
2 Violnen
Viola
Violoncello
Kontrabass

Uraufführung

31. Jänner 2015
Kunstuniversität Graz, Ligeti-Saal MUMUTH
Studierende der Kunstuniversität Graz
Christoph Renhart, Dirigent

Aufnahme

Studierende der Kunstuniversität Graz
Christoph Renhart, Dirigent
Graz, MUMUTH

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