Échos éloquents

Vorwort

Was aus dem Echo spricht ist, was es nicht sagt, was es verschluckt, was es zerdehnt, was verhallt. Das Zerrbild einer Wirklichkeit, das verräterisch die Umrisse jener Oreade erahnen lässt, die, längst Stein geworden, alles Gesagte verschlingt um es wieder neu auszusprechen. So vielsagend ihre Laute sind, und zugleich so nichtssa-gend, so sehr hören wir in diesen Klang hinein, um darin irgendetwas zu finden.

Échos éloquents spinnt sich als Dialog zwischen Gesagtem und Zurückgesagtem durch die stumme Kulisse der Zeit fort. Der Sprechende findet im Wider-hall die Resonanz des Findenden, steigert sich in seine aufschaukelnden Worte hinein, um sie am Ende zu verlieren, um sprachlos zurück zu bleiben.

Das Werk selbst ist ein Echo auf mein neues Werk miroirs noirs, welches das dazu parallele Phänomen nicht spiegelnder Spiegel thematisiert. Beide Werke schöpfen ihr Material, wie zwei verschwisterte Vulkane, aus einer Magmakammer.

Besetztung

große Flöte
Klarinette in B (auch Bassklarinette in B)
Schlagwerk (ein Spieler): Vibrafon, Tamtam, große Trommel, Woodblocks, Glockenspiel, Röhrenglocken, Gongs, Xylofon
Klavier
Violine
Viola
Violoncello

Uraufführung

21. November 2016
Graz, Minoritensaal
Schallfeld Ensemble
Leonhard Garms, Dirigent

Aufnahme

Schallfeld Ensemble
Leonhard Garms, Dirigent

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Partitur

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