triggering rooks

Vorwort

triggering rooks - Krähen auslösen entstand zwischen Oktober 2012 und Jänner 2013 im Institut für elektronische Musik und Akustik (iem) der Kunstuniversität Graz als elektroakustisches Musikstück. Als Ausgangspunkt der Komposition dienten aufgenommene Geräusche verschiedener alltäglicher Objekte wie der Klang reißenden Papiers oder jener eines über eine rauhe Wand geriebenen Schaumstoffschwamms.

In mechanisch ablaufenden rhythmischen Strukturen innerhalb der Komposition wird der maschinenhafte Aspekt elektroakustischer Musik thematisiert. Musik wird als sich selbst abspulender Klang vorexerziert, gleichzeitig sucht sie darin ihre ureigene Poesie.

Die Verfilmung des Stückes erfolgte unmittelbar nach dessen Urauffühung am 24. Jänner 2013 im iem CUBE. Die grafische Ebene bringt einerseits eine zusätzliche Veranschaulichung der im musikalischen Werk thematisierten Quantisierung von Zeit. Sich periodisch verändernde Objekte wie eine Uhr, ein Metronom und ein Blinklicht stehen im Mittelpunkt der einzelnen Einstellungen. Andererseits stellt die Bildspur eine eigene Ausdeutung und Interpretation der abstrahierten Klänge dar, die nach mehrfacher Filterung kaum mehr ihre Ausgangszustände erahnen lassen. In diesem Zusammenhang soll man auch den Titel des Werkes als assoziative Deutung lesen sowie die Bildsequenzen in denen Krähen gezeigt werden. Kein vermeintlicher zu hörender Krähenruf wurde je von einem Vogel gekrächzt.

Uraufführung

24. Jänner 2013
Kunstuniversität Graz, iem CUBE
Fassung für 11 Lautsprecher

Aufnahme

»triggering rooks« auf vimeo.

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